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Hintergrund des Projektes - Ziele 

Das Projekt „Mobilität auf dem Lande“ verfolgt allgemein folgende Ziele:

  • die Verbesserung der Mobilität insbesondere von weniger mobilen Einwohnern (v.a. jungen und älteren Menschen) durch Nutzerorientierte Verbesserungsmaßnahmen oder innovative, ergänzende Angebote
  • die Verbesserung des Klimaschutzes durch eine Senkung der CO2-Emmission als Folge einer besseren PKW-Auslastung (Gemeinschaftliche Mobilität, wie Pendler-Fahrgemeinschaften oder öffentliche Mitnahmeangebote)

Hintergrund: Im ländlichen Raum deckt der ÖPNV mit den traditionellen Angeboten Bahn und Bus (und tlw. AST) die Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung zeitlich und räumlich nur unzureichend ab. Davon sind besonderes jene Gruppen betroffen, die kein Auto nutzen können, z.B. Jugendliche, ältere Menschen und Migranten. Der demographische Wandel wird dieses Problem weiter verschärfen. Tendenziell reduziert sich das Dienstleistungsangebot vor Ort. Gleichzeitig hat die öffentliche Hand immer größere Probleme, Geld zur Finanzierung des ÖPNVs aufzubringen, zumal bei rückläufigem Schülerverkehr. Aufgrund der Bevölkerungs- und Armutsprognosen besteht zudem das Risiko, dass sich immer mehr ältere Menschen zukünftig kein Auto leisten können. Ein weiterer Anlass für das Projekt ist der hohe Anteil der Mobilität an den CO2-Emmissionen, besonders im ländlichen Raum. Das Projekt soll daher auch zum Klimaschutz beitragen.

Chancen für die Verbesserung der Mobilität bieten u.a. neue und flexiblere Mobilitätsformen, die sich stärker an Nutzerbedürfnissen orientieren, und alternativ oder ergänzend zum klassischen ÖPNV schon in anderen ländlichen Regionen erprobt sind.

Umsetzungsplanung: Im Rahmen der Kooperation „Mobilität auf dem Lande (MadL)“ soll im ersten Schritt eine Konzeptstudie von Januar bis September 2016 durchgeführt werden. Anfang 2017 folgt die Umsetzungsphase. Das Projekt begleitet eine Lenkungsgruppe, der die Regionalmanager der LEADER-Gruppen, die Mobilitätsmanager in den Landkreisen sowie die Beauftragten für bürgerschaftliches Engagement und Klimaschutz angehören. Außerdem soll eine wissenschaftliche Begleitung über beide Phasen erfolgen.

Weitere Informationen zum Projekt: Mobilität auf dem Lande

Der Milieu-Ansatz in der Mobilitätsforschung

(ausgewählte Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt "mobility2know_4_ways2go, ein Projekt der Technischen Universität Wien, Fachbereich Soziologie unter Leitung von o.Univ.Prof. mag.rer.soc.oec. Dr.phil. Jens S. Dangschat)